Hier ist meine persönliche Geschichte und auch ein Grund, warum ich mich für die Unfallprävention einsetzten will...
Ein Tag, der Schatten ins Leben warf und wo die Sonne aufhörte zu scheinen...
Es war der 26. Oktober 2003...ein ganz normaler Sonntag.
Es war ein feuchter, nasser Herbsttag und die Dämmerung brach langsam an.
Nachmittags gegen 16 Uhr ging ich mit meiner Freundin durch unser Dorf, da wir zu mir wollten. Auf einmal kam ein Polizeiauto an uns mit hoher Geschwindigkeit vorbei gefahren.
Wir dachten uns nichts dabei. Nach kurzer Zeit verabschiedete sich meine Freundin.
Meine Eltern saßen im Wohnzimmer und ich war in der Küche...und dann war nichts mehr normal...
Plötzlich kam ein Kumpel von meinem Bruder Martin zu mir in die Küche und fragte mich, wo meine Eltern sind. Er ging nach oben ins Wohnzimmer...
"UNFALL" dieses Wort traf mich wie ein Blitz!!!
Alles wurde dunkel und Ungewissenheit machte sich breit.
Meine Eltern kamen nach unten. Mein Bruder hatte auf der Landstraße zwischen Teupitz und Tornow ( Landkreis Dahme Spreewald) einen schweren Autounfall.
Er prallte gegen 2 Bäume. Sein Kumpel war alleine mit seinem eigenen Auto vorgefahren und konnte im Rückspiegel das Unglück sehen. (Zum Glück saß bei meinem Bruder kein anderer im Auto...)
Mein Dad fuhr zum Unfallort, um sich das Auto anzuschauen, denn meiner Bruder war bereits auf den Weg ins Krankenhaus nach Königs Wusterhausen.
Meine Ma und ich warteten bis Dad vom Unfallort zurück war.
Die Zeit verging nicht...es war die Hölle. Wir packten ein paar Sachen und fuhren ohne Ahnung ins Krankenhaus nach KW...
Endlich durften wir meinen Bruder in der Notaufnahme besuchen. Er lag da und stand unter Schock. Er wusste nicht was passiert war. Er war verzweifelt, er wollte, dass wir uns keine Sorgen machen. Dann kam eine Krankenschwester und gab meiner Ma einen Zettel: "Unfallklinikum Berlin Mahrzahn" .
Ich bekam riesige Angst, denn erst ein halbes Jahr vorher hatte jemand aus unseren Dorf einen sehr schweren Autounfall und war wochenlang im Krankenhaus Mahrzahn.
Die Krankenschwester schickte uns nach Hause...Martin wurde mit dem Rettungshubschrauber nach Mahrzahn geflogen. Dann kam ein großes Loch.
Keiner wusste was er hat und wie es ihm geht. Abends um 22 Uhr riefen wir im Unfallklinikum an. Die Ärztin meinte, dass es ungewiss ist, wenn die OP zu ende ist.
Dann sollte ich schlafen gehen, da ich am nächsten Tag wieder zur arbeit musste, denn ich war zu dieser Zeit allein im Geschäft...
Gegen 3:30 Uhr kam der Anruf. ER hatte die sechsstündige OP gut überstanden und lag auf der Intensivstation.
Nach einer unruhigen und schlaflosen Nacht fuhren meine Eltern zu ihm.
Am Abend erzählten mir meine Eltern alles:
Bei dem Unfall hatte er sich den 2., 3., 4. und 5. Halswirbel gebrochen...
Durch ein Wunder kann er laufen!!!
Am Mittwoch sah ich ihn dann das erste Mal. Es war ein schlimmer Anblick...
Bald machte mein Bruderherz Fortschritte und kam am 23. Dezember 2003 endlich aus den Krankenhaus heraus. Es war das schönste Weihnnachtsgeschenk, was ich je bekommen habe!!!
...Wenn ich sehe, wie viele Unfälle passieren, stelle ich mir immer wieder die gleiche Frage:
"WARUM???"
"WARUM MUSS DAS PASSIEREN???"
"WARUM RISKIERT MAN SEIN LEBEN UM VIELLEICHT *COOL* ZU WIRKEN???"
"DARUM???"
- NEIN!!!
DENKT DOCH BITTE EINFACH NUR NACH...!!!
SETZT EUER LEBEN NICHT AUF SPIEL!!!
Die eigene Geschichte...
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*** Ca. 3 Monate nach dem Unfall, im Januar 2004 sendete das Magazin "Exklusiv" auf RTL 2 eine Reportage "Einsatz in der Notaufnahme- zwischen Blaulicht und Blutkonserven".
Ohne es zu wissen, zeigen sie auch Martin, wie er mit dem Hubschrauber ins Unfallklinikum Berlin-Marzahn geflogen wird.
Es ist der Horror ohne es zu ahnen seinen eigenen Bruder auf RTL 2 zu sehen, wie es ihm nach dem schlimmen Unfall ging!
Oft zeigt RTL 2 eine Wiederholung der Reportage und jedes Mal tut es richtig weh und alle Erinnerungen kommen wieder hoch.
Zwar wurde sein Gesicht "unkenntlich" gemacht. Aber was heißt unkenntlich?!? Aber darf man Menschen ohne Erlaubnis filmen? Und gerade auch in solch einer schlimmen Situation?!?***
Ohne es zu wissen, zeigen sie auch Martin, wie er mit dem Hubschrauber ins Unfallklinikum Berlin-Marzahn geflogen wird.
Es ist der Horror ohne es zu ahnen seinen eigenen Bruder auf RTL 2 zu sehen, wie es ihm nach dem schlimmen Unfall ging!
Oft zeigt RTL 2 eine Wiederholung der Reportage und jedes Mal tut es richtig weh und alle Erinnerungen kommen wieder hoch.
Zwar wurde sein Gesicht "unkenntlich" gemacht. Aber was heißt unkenntlich?!? Aber darf man Menschen ohne Erlaubnis filmen? Und gerade auch in solch einer schlimmen Situation?!?***



